e-mail-Aktion

TEXT FÜR E-MAIL AKTION


Sehr geehrter Herr Staatssekretär Ferlemann,

Ihre Presseerklärung vom 24. Februar 2010 zum Ausbau der Kleinmachnower
Schleuse nehmen wir nicht unwidersprochen zur Kenntnis. Sie sprechen die
Bürgerinitiativen und Naturschutzverbände direkt an und beschuldigen
sie, umweltschädliche Vorstellungen entwickelt zu haben. Ferner fordern
Sie Bürgerinitiativen und Naturschutzverbände auf, von ihren
Vorstellungen Abstand zu nehmen und endlich zur Vernunft zurückzukehren.

Ihre Äußerungen zeugen davon, dass Sie sich offensichtlich immer noch
nicht mit den Argumenten der Bürgerinitiativen und Umweltverbände
auseinandergesetzt haben, was wir sehr bedauern. Die Informationen der
Bürgerinitiativen und Naturschutzverbände sind Grundlage des
Planfeststellungsbeschlusses: Bei einem Bau der 190m-Schleuse und der
zugehörigen Vorhafenanlagen werden große Teile des Waldes am Seeufer mit
seinem Altbaumbestand abgebaggert.

Bevor man engagierten Mitbürgern vorwirft, sie würden unvernünftige
Vorstellungen vertreten, sollte man sich mit deren Vorstellungen
inhaltlich auseinander gesetzt haben. Wir fordern Sie deshalb auf, sich
mit der vorliegenden Ausarbeitung des Positionspapiers von BUND und
Bürgerinitiative zu einer alternativen, ökologisch und ökonomisch
sinnvolleren 115m-Schleuse zu beschäftigen. Diese kürzere 115m-Schleuse
steht im Einklang mit den maßgeblichen Richtlinien zur Gestaltung von
Schleusenhäfen und erfordert nur sehr geringe Uferabgrabungen. Die
Eingriffe in Natur und Landschaft werden wesentlich stärker minimiert
als bei der 190 m Variante. Sie werden feststellen, dass dies die
wesentlich umweltverträglichere Alternative ist als die von Ihrer
Verwaltung vorgeschlagene Variante und die 190m-Schleuse keinesfalls die
ökologisch sinnvollste Lösung darstellt! Der Vorschlag liegt Ihrem
Ministerium vor. Sie ist im Internet abrufbar unter
<http://www.schleusenprotest.de/resources/Position_Kleinmachnower+Schleu
se.pdf>
http://www.schleusenprotest.de/resources/Position_Kleinmachnower+Schleus
e.pdf. Eine Zusammenfassung und Kurzversion mit den Kernaussagen finden
Sie unter
<http://www.schleusenprotest.de/resources/Pressekonferenz.pdf>
http://www.schleusenprotest.de/resources/Pressekonferenz.pdf

Weiter schreiben Sie, die Entscheidung zugunsten der 190m-Schleuse sei
von den Gemeinden, der Bürgerinitiative und den Naturschutzverbänden
akzeptiert und auf Klagen verzichtet worden. Aufgrund der gegebenen
Grundstücksverhältnisse war und ist eine Klage durch die Gemeinde nicht
möglich. Zudem liegen dem Petitionsausschuss des Bundes seit Jahren
mehrere Petitionen der Bürger vor Ort in dieser Sache vor, die bislang
inhaltlich unbeantwortet blieben!

Ihr Schreiben hat uns angeregt, den Kampf um eine ökologisch und
ökonomisch vernünftige Lösung mit allen Mitteln verstärkt fort zu
setzen, denn wir wissen, dass breite Bevölkerungsschichten der Region
hinter unseren Forderungen stehen.

Mit freundlichen Grüßen,
Ausbaugegner ____________


e-mail-Aktion der Ausbaugegner,
21.3.2010
Bezugnahme: Pressemitteilkung des Bundesministriums vom 24.2.2010

20.03.2010: Frühlingsprotest
25.4./ Protestdemo